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42. Deutsche Tourismusanalyse 2026 der Stiftung für Zukunftsfragen

16.02.2026

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Repräsentativbefragung von 3.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland, Dez. 2025/Jan. 2026

Trotz wirtschaftlicher Belastungen, gesellschaftlicher Konflikte und einer angespannten Grundstimmung nimmt die Häufigkeit von Reisen weiter zu, und dabei wird mehr Geld ausgegeben als je zuvor. Dies zeigt die 42. Deutsche Tourismusanalyse der gemeinnützigen BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. In der repräsentativen Umfrage wurden über 3.000 Bürger ab 18 Jahren im Dezember 2025 und Januar 2026 zu ihren Reisegewohnheiten und -plänen befragt.

Reisefrequenz

Im Jahr 2025 unternahmen fast zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) mindestens eine fünftägige Reise. Ein höherer Wert wurde lediglich 2006 erreicht. Parallel dazu stieg auch die Anzahl der Mehrfachreisen weiter an. Fast jeder zweite Bürger (44 Prozent) packte mehrmals seine Koffer und war unterwegs. Vor zehn Jahren traf dies lediglich auf 15 Prozent der Deutschen zu.

Mit dem Einkommen stieg dabei die Reisefrequenz: Fast viermal so viele Besserverdienende (63 Prozent) wie Geringverdienende (17 Prozent) waren mehrfach unterwegs.

Reisedauer

Die durchschnittliche Urlaubsdauer lag auch im Jahr 2025 auf Vorjahresniveau bei knapp 13 Tagen. Bei einer Betrachtung der Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten wird die weitgehende Beständigkeit der Reiselänge erkennbar. Lediglich im ersten Jahr der Corona-Pandemie traten infolge der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen Abweichungen auf. Abgesehen von dieser Ausnahmesituation erwies sich die Reisedauer über die Jahre hinweg als recht stabil.

Deutliche Unterschiede ergeben sich je nach gewähltem Reiseziel: Aufenthalte im Inland bleiben klar unter dem Durchschnitt, während Fernreisen mit deutlich längeren Urlaubszeiten einhergehen. Innerhalb Europas bewegt sich die Reisedauer überwiegend auf einem ähnlichen Niveau – mit zwei Ausnahmen: Die Türkei liegt fast vier Tage über dem Durchschnitt, während sie in Österreich sogar unter dem deutschen Niveau liegt.

Die Gründe für den längeren Türkei-Aufenthalt lassen sich mit den günstigen Tageskosten sowie der relativ langen Anreise erklären. In Österreich fällt die Urlaubsdauer vor allem deshalb kürzer aus, weil das Land für viele Reisende ein klassisches Nah- und Kurzreiseziel darstellt – mit geringem organisatorischem Aufwand, einer kulturellen Nähe und einer hohen Verlässlichkeit der Infrastruktur. Hinzu kommt die funktionale Nutzung des Reiseziels: Österreich wird häufig gezielt für einzelne Aktivitäten gewählt (z. B. Wandern, Wellness, Skifahren), nicht aber für längere Erholungsurlaube oder neue Eindrücke.

Inlandsreiseziele

Auch im Jahr 2025 blieb Deutschland – mit einem Anteil von 35 Prozent aller Urlaubsreisen – die beliebteste Destination der Bundesbürger. Bayerische Feriengebiete konnten hierbei ihren Spitzenplatz leicht ausbauen und liegen mittlerweile wieder klar vor den Feriengebieten im Norden der Republik. Der Gewinner der vorherigen Reisesaison 2024, Baden-Württemberg, büßte dagegen recht deutlich bei der Gunst der Deutschen ein und wurde von weniger Reisenden als Hauptreisedestination gewählt. Zulegen konnten dagegen zahlreiche Feriendestinationen aus den restlichen elf Bundesländern, womit sich die Diversifizierung der innerdeutschen Reiseziele fortsetzte.
“Der innerdeutsche Tourismus ist kein Selbstläufer, und jede Region muss sich permanent weiterentwickeln, um attraktiv zu bleiben. Wer sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruht, wird schnell von innovativeren Destinationen abgehängt.”, so der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Professor Dr. Ulrich Reinhardt.

Die ausführliche Tourismusanalyse finden Sie unter 42. Deutsche Tourismusanalyse 2026 - Stiftung für Zukunftsfragen