Tourismusstatistik MV | Januar bis April 2026
13.08.2026
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Zusammenfassung der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern im April sowie der ersten vier Monate des Jahres 2026 in Mecklenburg-Vorpommern auf Basis der Daten des Statistischen Amtes MV sowie des Bundesberichtes von Destatis.
April 2026
619.000 Gästeankünfte (-7,7 Prozent zu 2025; -9,7 Prozent zu 2019)
2,23 Mio. Übernachtungen (-10,2 Prozent zu 2025; -12,7 Prozent zu 2019)
Der April 2026 hat im Vergleich zu April-Monaten der Vorjahre mit Ostern ein vergleichsweise schwaches Ergebnis hervorgebracht und liegt sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen deutlich unter dem April 2025. Allerdings war in diesem Jahr Ostern bereits direkt am ersten April-Wochenende, sodass der Osterferienzeitraum bereits im März begonnen hat und ein Teil der Osternachfrage bereits in den März gefallen ist.
Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag in MV im April bei 24,1 Prozent und damit deutlich unter dem Gesamtniveau in Deutschland und auch unter dem MV-Niveau des Vorjahres. (Deutschland gesamt im April: 34,9 Prozent; MV im April 2025: 28,6 Prozent).
März und April 2026
1,12 Mio. Gästeankünfte (+0,4 Prozent zu 2025; -3,3 Prozent zu 2019)
3,94 Mio. Übernachtungen (-2,5 Prozent zu 2025; -5,0 Prozent zu 2019)
Da der Ostertermin jährlich schwankt, ist eine gemeinsame Betrachtung der Monate März und April sinnvoll. Mit 3,94 Mio. Übernachtungen waren die beiden Monate März und April 2026 zusammen die drittstärksten Ostermonate seit der Wende (nach 2025 mit 4,04 Mio. Übernachtungen und 2019 mit 4,15 Mio. Übernachtungen). Sowohl 2019 als auch 2025 war Ostern deutlich später im April als in diesem Jahr. Ein späterer Ostertermin hat sich in der Vergangenheit grundsätzlich etwas positiver auf die Gesamtnachfrage in beiden Monaten ausgewirkt, als wenn Ostern früh im Jahr stattfindet.
Januar bis April 2026
In den ersten vier Monaten 2026 wurden 1,74 Mio. Gästeankünfte (+0,8 Prozent zu 2025; -2,9 Prozent zu 2019) und 6,19 Mio. Übernachtungen (-1,6 Prozent zu 2025; -3,4 Prozent zu 2019) in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet.
Während sowohl der Januar als auch der Februar sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegt haben, hat der frühe Ostertermin 2026 zu einem Zuwachs im März und einem entsprechenden Rückgang im April geführt, da ein Teil der Osternachfrage bereits in den März gerutscht ist. Dies führte insgesamt zu einem leichten Plus bei den Gästeankünften und einem leichten Minus bei den Übernachtungen. Entsprechend ist die Aufenthaltsdauer der Gäste leicht von 3,7 Nächten im Vorjahreszeitraum auf 3,6 Nächte im aktuellen Jahr gesunken.
In Deutschland insgesamt wurden von Januar bis April 2026 rund 125,9 Mio. Übernachtungen (+0,5 Prozent zu 2025; -1,1 Prozent zu 2019) verbracht. In der Dynamik kann sich Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich mit den anderen Bundesländern mit Blick auf 2025 und 2019 im bisherigen Jahr 2026 aktuell im unteren Mittelfeld der Rangliste einordnen (jeweils Rang elf).
Reiseregionen
Von den Reiseregionen stehen in den ersten vier Monaten für die Regionen Mecklenburgische Seenplatte/Schweiz (+2,4 Prozent), die Insel Rügen/Hiddensee (+0,7 Prozent) und die Insel Usedom (+0,3 Prozent) leichte Übernachtungszuwächse zu Buche. Die anderen vier Reiseregionen bewegen sich unter dem Niveau des Vorjahres (zwischen -1,0 Prozent und -4,4 Prozent Übernachtungsrückgang zu 2025).
Die Entwicklung in den sechs größten Städten in MV ist von Januar bis April 2026 zweigeteilt. Nur Neubrandenburg (+4,4 Prozent) verzeichnet einen Übernachtungszuwächse, die anderen Städte vermelden Übernachtungsrückgänge. Während Wismar (-7,9 Prozent) in den ersten vier Monaten 2026 deutlichere Übernachtungsrückgänge vermelden muss, liegen Schwerin, Rostock, Stralsund und Greifswald jeweils leichter unter dem Vorjahresniveau (bis -2,9 Prozent). In den sechs größten Städten in MV wurden von Januar bis April 2026 15,2 Prozent aller Übernachtungen verbracht.
Unterkunftsarten
In den ersten vier Monaten 2026 vermeldeten die Jugendherbergen/Hütten (+22,9 Prozent), die Pensionen (+3,2 Prozent) und die Vorsorge-/Rehakliniken (+0,2 Prozent) Übernachtungssteigerungen. Die Campingplätze (-12,1 Prozent) und Gasthöfe (-9,0 Prozent) verloren hingegen deutlicher an Übernachtungen im Vergleich zu 2025. Die restlichen Unterkunftsarten bewegen sich auf oder leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes.
Das Camping-Segment vermeldet mit 93.300 Gästeankünften (-11,3 Prozent) und 348.000 Übernachtungen (-12,1 Prozent) auf Grund des frühen Ostertermins aktuell deutlichere Rückgänge gegenüber 2025. Ein Blick auf das Jahr 2019 zeigt jedoch, dass sich die Campingzahlen für die ersten vier Monate deutlich gesteigert haben. So wurden 2019 in den ersten vier Monaten trotz spätem Ostertermin nur rund 296.000 Übernachtungen auf den Campingplätzen in MV verbracht.
Incoming-Tourismus
Das Incoming-Segment entwickelt sich nach den Rückgängen im Vorjahr auch im aktuellen Jahr weiter verhalten. So vermeldet Mecklenburg-Vorpommern von Januar bis April 2026 rund 52.000 Gästeankünfte (+4,4 Prozent zu 2025; -14,8 Prozent zu 2019) und 128.000 Übernachtungen (-13,2 Prozent zu 2025; -22,9 Prozent zu 2019).
Von den wichtigsten Quellmärkten verbuchen die Niederlande (+16,7 Prozent), Schweden (+6,6 Prozent), die Schweiz (+6,4 Prozent) und Österreich (+1,8 Prozent) Übernachtungszuwächse. Polen (-19,5 Prozent), Dänemark (-18,5 Prozent) und die Tschechische Republik (-39,4 Prozent) vermelden hingegen Rückgänge bei den Übernachtungen im bisherigen Jahr 2026.
Sowohl die Incoming-Hauptquellmärkte insgesamt (-6,4 Prozent) als auch die restlichen Quellmärkte in MV (-20,3 Prozent) verbuchen im bisherigen Jahr 2026 Übernachtungsrückgänge. In Deutschland insgesamt liegen die Incoming-Übernachtungen in den ersten vier Monaten leicht über den Vorjahreszahlen (+0,5 Prozent).
Download: Ausführliche Grafiken zur Veranschaulichung (1,0 MB, PDF)